A chicken or an eagle?
- Claas Terpoorten
- 18. Juni 2020
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 1. Aug. 2022
Welchen Einfluss Vergangenes aus unserem Leben auf uns hat und wie wir damit umgehen können 🤔
Persönlichkeiten
Es ist ein interessanter Gedanke, auf welche Weise einige Menschen in unserer Gesellschaft großartiger zu sein scheinen als andere … beispielsweise Persönlichkeiten wie Will Smith oder Barack Obama. Könnten Leute wie wir jemals so sein wie sie? Ich glaube viele von uns sehen solche Personen als irgendwie anders an … so wie eine Art Gottheit, die irgendwann mal aus dem nichts aufgetaucht ist. Aber was unterscheidet eigentlich jemanden wie Barack Obama von jemandem wie uns? Irgendwie ist er doch auch nur aus Fleisch und Knochen wie wir, oder? Und viel stärker ist er auch nicht. Vielleicht sieht er gut aus, aber es gibt viele gutaussehende Menschen.

Zu dem Thema gibt es eine interessante Studie, die weniger erfolgreiche und erfolgreichere Personen untersucht. Die Studie selbst bezieht sich rein auf berufliche Aspekte, ich möchte die persönlichen Aspekte hier jedoch auch berücksichtigen. Jeder Mensch bekommt in seinem Leben circa 10 große Chancen. Sowas wie beispielsweise ein Jobangebot im Ausland oder die Möglichkeit, die Eine oder den Einen zu einem Tanz zu bitten. Die weniger erfolgreichen Personen nutzen von solchen Chancen etwa 3. Die erfolgreicheren nutzen davon im Schnitt 7. Und zwar indem sie die gleichen Umweltbedingungen positiver wahrnehmen - nicht als “etwas, das halt passiert”, eine Gefahr oder ein Problem. Sie sehen diese Umweltbedingungen eher als Chance und Option, ihre Ziele zu erreichen.
Vergangenes und die subjektive Wahrnehmung der Welt

Wie wir die Welt wahrnehmen, hängt also gar nicht ausschließlich von der Welt ab. Es hängt vielmehr von dem ab, was wir mit dem Gesehenen in unseren Köpfen und Herzen anstellen. Und das wiederum basiert auf den Dingen, die uns im Leben widerfahren sind. Als stark vereinfachtes Beispiel könnte man ein Kind heranziehen, das mal eine schlechte Maracuja gegessen hat. Selbst heute als Erwachsener verbindet die Person noch etwas Negatives mit dem Geschmack der Maracuja und weist sie von sich ab. Andere hingegen, die keine negativen Erfahrungen mit Maracujas gesammelt haben, sehen darin einfach einen vitaminreichen und leckeren Snack, der ihnen guttut. Ähnlich lässt es sich auf die meisten Gegebenheiten im Alltag beziehen. Jede Person nimmt dieselbe Umweltbedingung emotional anders wahr und verhält sich darauf basierend verschieden. Viele sehen in bestimmten Rahmenbedingungen “etwas, das halt passiert” oder sie sehen in ihnen ein Problem oder eine negative Herausforderung. Personen hingegen, die erfolgreicher sind, haben sich viele Gedanken darüber gemacht, was sie in ihrem Leben wirklich erreichen möchten. Sie suchen unterbewusst nach Optionen, ihre Ziele umzusetzen, und sehen die gleichen Rahmenbedingungen eher als Chance.
Der Unterschied zwischen weniger erfolgreichen und erfolgreicheren Menschen ergibt sich also gar nicht unbedingt aus den Rahmenbedingungen, sondern vielmehr aus den Glaubenssätzen und den Gedanken in unseren Köpfen. Damit ist der Unterschied zu den großartigen Persönlichkeiten wie Barack Obama oder Will Smith vielleicht kleiner als er vielen erscheinen mag. Jeder/jede von uns ist vielleicht sogar schon ein bisschen großartiger als er/sie es denkt!
Und je mehr wir uns selber verstehen und je mehr wir den Blick auf die Chancen und Optionen in unserem Leben richten, desto großartiger können wir sein!
Probiere doch mal:

Probiere doch mal dir hin und wieder darüber bewusst zu werden, warum du bestimmte Situationen so wahrnimmst, wie du sie wahrnimmst, und warum du in diesen so handelst, wie du handelst. Vielleicht hilft dir die Erkenntnis darüber, einige Geschehnisse nicht mehr als Risiko oder Problem zu betrachten, sondern eher als Chance, damit deine Ziele zu erreichen!
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